AVEVA GmbH

 




SPRACHE:

 

 

Integrierte Planungssysteme bei Alstom Power

Alstom ist ein globales Unternehmen, das in nahezu jedem Sektor der Energieerzeugung präsent ist. In den frühen 1980er Jahren begann Alstom Power, AVEVA PDMS einzusetzen. Dies war der Anfang des Siegeszugs von AVEVA PDMS bei Alstom. Heute verwendet Alstom die Software von AVEVA in den Geschäftsbereichen Plant, Turbomachinery und Energy & Environment. Dieser Erfolgsgeschichte und der ständig wachsenden Nachfrage ist es zu verdanken, dass Alstom einer der größten AVEVA-Kunden der Energiebranche weltweit ist.


Es waren die Alstom-Geschäftsbereiche Plant und Turbomachinery, die Anfang der 1980er Jahre begannen, mit AVEVA PDMS zu arbeiten. Die Software setzte sich enorm schnell durch und wurde bei zahlreichen Projekten eingesetzt. Heute kommt AVEVA PDMS bei sämtlichen Projekten in diesen Geschäftsbereichen zum Einsatz. Der Bereich Plant realisiert verschiedenste Projekte für schlüsselfertige Kraftwerke wie Gas-, Steinkohle- oder Braunkohlekraftwerke. Ziel ist die Bereitstellung betriebsbereiter Lösungen. Die gesamte Palette an Alstom-Technik (Gasturbinen, Dampfturbinen, Wärmerückgewinnungs-Dampferzeuger, Großdampferzeuger etc.) wird in einer Anlage integriert. Turbomachinery konzentriert sich auf das Gas- und Dampfturbinensegment. Bei Energy & Environment wurde AVEVA PDMS erstmals 2003 eingesetzt, und zwar für Wärmerückgewinnungs-Dampferzeuger. Von da an wurde der Einsatzbereich von AVEVA PDMS beträchtlich ausgeweitet, und in den letzten Jahren führte Alstom PDMS auch bei der Planung von Großdampferzeugern ein. Auch der Geschäftsbereich Hydro startete vor kurzem ein Pilotprojekt mit AVEVA PDMS. Im schweizerischen Baden besuchten wir den Head of Plant Application Services Henri Komercero. Von ihm wollten wir wissen, wie sich der Einsatz der PDMS-Software bei Alstom Power entwickelt und welchen Anteil die Software am Erfolg von Alstom hat.


Hohe Effizienz bei der Planung von Anlagen
Wie Henri Komercero erläuterte, ist sein Team für den Support des gesamten, weltweiten Geschäftsbereichs Plant und wesentlicher Teile des Geschäftsbereichs Turbomachinery verantwortlich. „Die Kraftwerksbranche ist hart umkämpft und sehr global ausgerichtet. Um hier bestehen zu können, sind Schnelligkeit und Effizienz gefragt. Da wir die Werkzeuge und Verfahren zwischen den einzelnen Projektteilnehmern genauestens aufeinander abgestimmt haben, sind wir in der Lage, innerhalb kürzester Zeit Kraftwerke von höchster Qualität zu planen. Wir hatten Delegationen aus anderen Unternehmen und Ländern zu Gast, die nur darüber staunen konnten, wie schnell und effektiv wir bei der Entwicklung unserer Kraftwerke sind.“ Zu verdanken ist dies vielen Faktoren, aber zwei spielen nach Meinung von Henri Komercero eine ganz besondere Rolle: die integrierte Engineering-Design-Umgebung und die maßgeschneiderten Anpassungen, die Alstom umgesetzt hat.


Ein schlüsselfertiges Kraftwerk in nicht einmal zwei Jahren
Ein Paradebeispiel ist das Gaskombikraftwerk für Gas Natural im spanischen Cartagena. Mit drei Gasturbinen hat das Kraftwerk eine Leistung von 1200 MW. Das Projekt stellte eine große Herausforderung dar, denn das Kraftwerk musste auf engstem Raum in einem Ballungsgebiet innerhalb von zwei Jahren errichtet werden. Trotzdem konnte das Kraftwerk neun Wochen früher als geplant ans Netz gehen. Als Folgeauftrag bestellte der Betreiber im Anschluss gleich eine vierte Anlage, die im spanischen Malaga umgesetzt werden soll. Ein weiterer Bonus: Alstom hat das schlüsselfertige Kraftwerk nicht nur geplant und ausgeführt. Das Unternehmen wird in den nächsten 16 Jahren auch für den Betrieb und die Wartung zuständig sein.


Warum ist die Engineering-IT-Umgebung von Alstom so effizient?
„Unsere Engineering-Design-Umgebung basiert auf zwei Hauptkomponenten“, so Henri Komercero. „PDMS von AVEVA und EDB, ein von uns selbst entwickeltes Engineering-Datenbanksystem. Diese beiden Komponenten bilden den Kern, auf den wir unsere Arbeitsabläufe und unser Informationsmanagement abgestimmt haben. Deshalb arbeiten wir in jeder Projektphase so schnell und effizient. Wir können unser System bei neuen Projekten sehr schnell einsetzen, die Arbeit auf mehrere Partner und Standorte verteilen und Informationen aus früheren Projekten effektiv wiederverwenden.“


Welche Rolle spielt AVEVA PDMS?
„PDMS ist sehr wichtig und wird immer wichtiger. Wir verwenden PDMS für fast alle Objekte, die einen Platzbedarf haben, einschließlich aller Details des Betons und aller unterirdischen Rohr- und Kabelschächte. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Planung absolut fehlerfrei ist und alles auch passt, wenn wir die Anlage ausführen.“


Warum verwendet Alstom AVEVA PDMS?
„Wir verwenden PDMS aus verschiedenen Gründen“, erläutert Henri Komercero. „PDMS ist sehr logisch aufgebaut und lässt sich hervorragend in das Engineering-Konzept von Alstom integrieren. Der vielleicht wichtigste Grund aber ist, dass man mit PDMS absolut fehlerfrei planen kann. Das war schon immer eine der wichtigsten Stärken von PDMS, und durch sie sparen wir eine Menge Zeit und Geld. Ebenfalls sehr wichtig ist, dass wir PDMS in unseren gesamten Arbeitsablauf integrieren und effizient mit allen anderen projektbezogenen IT-Systemen verbinden können. 3D-Design ist von herausragender Bedeutung, aber es ist letztendlich nur ein Teil von vielen in einem Projekt. Vieles steht und fällt auch damit, wie die zahlreichen Datenflüsse miteinander verbunden und gesteuert werden. Entscheidend ist zudem, dass wir PDMS so gestalten können, dass es den genauen Anforderungen unserer Arbeitsabläufe entspricht und viele unserer Verfahren automatisiert werden können. Wir haben auf Basis von PDMS viele Anpassungen entwickelt – von einfachen Tools, mit denen unsere Rohrleitungsplaner effizienter arbeiten können, bis hin zu vollständig auf PDMS basierenden Alstom-Anwendungen. Und der möglicherweise ausschlaggebende Aspekt heißt Vertrauen. Wir arbeiten schon sehr lange mit PDMS. Wir wissen, wie es funktioniert, und wie wir das ganze Potenzial der Software nutzen können.“


AVEVA PDMS im Einsatz bei Projekten aller Art
„Wir bearbeiten heute die meisten unserer Großprojekte mit PDMS, unabhängig davon, ob ein Kraftwerk mit Kohle, Gas, Öl oder etwas anderem betrieben werden soll. Zu den bekannteren Beispielen gehören das 850-MW-Reinkohle-Projekt im polnischen Bełchatów, das große deutsche Braunkohlekraftwerk in Neurath und das größte Ölkraftwerk des Nahen Ostens in Shoaiba.“ Besonders deutlich wird die Anwendungsvielfalt in der „Combined Cycle Power Plant Reference List“ (Referenzliste zu Kombikraftwerken) auf der Website von Alstom. „Früher haben wir nur das Maschinenhaus dieser Kraftwerke mit PDMS geplant. Seit Beginn des neuen Jahrtausends entwerfen wir jedoch alle Anlagen vollständig mit Hilfe von PDMS und integriertem Engineering“, berichtet Henri Komercero.


Weltweite Anwendung
Das weltweite Geschäft von Alstom ist in den vergangenen Jahren beträchtlich gewachsen. PDMS wird von zahlreichen Alstom-Partnern und an vielen Projektstandorten eingesetzt. So wird PDMS an den Alstom-Niederlassungen in China, Kroatien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Indonesien, Malaysia, Polen, Spanien, der Schweiz, Großbritannien und in den USA sowie an einer Vielzahl von Projekt- und Partnerstandorten verwendet. Damit ein Projekt zügig umgesetzt werden kann, muss die Alstom-Umgebung an dem jeweiligen neuen Projektstandort installiert werden. Henris Team hat auch diesen Vorgang optimiert. Nun benötigt eine Person lediglich eine Woche, um PDMS und die Add-on-Tools von Alstom an einem neuen Standort zu installieren und die Mitarbeiter in den Alstom-Vorgehensweisen und in der Arbeit mit den Tools zu schulen.


Über 70 Projekte mit AVEVA PDMS gleichzeitig – und es werden immer noch mehr!
Die Zahl der Anwendungsbereiche für PDMS bei Alstom wächst weiter. Am Tag unseres Besuchs liefen in den Geschäftsbereichen parallel 70 Engineering-Projekte, an denen mit PDMS gearbeitet wurde. Sogar bei einer so stattlichen Zahl möchte Alstom den PDMS-Einsatz weiter ausbauen. Kurz nach unserem Gespräch im September 2007 erweiterte Alstom seine AVEVA-Softwarelizenz noch einmal erheblich. Dabei vergrößerte das Unternehmen nicht nur die Anzahl seiner PDMS-Lizenzen, sondern setzt zukünftig auch auf eine ganze Reihe von zusätzlichen AVEVA-Produkten rund um PDMS.


Über Alstom
Alstom ist weltweiter Marktführer bei integrierten Kraftwerken, Dienstleistungen für die Energieproduktion und Kontrollsystemen für die Luftqualität. Das Unternehmen arbeitet mit allen Energieressourcen (Kohle, Gas, Kernkraft, Öl, Wasserkraft, Wind) und ist führend im Bereich Umweltschutz (Verringerung des Kohlendioxid-, Stickstoffoxid-, Schwefeloxid- und Feinstaub- ausstoßes). Alstom beschäftigt 65.000 Mitarbeiter und ist in 70 Ländern weltweit präsent. Weitere Informationen finden Sie unter www.alstom.com.

 


 
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